COMET-Test:
Der COMET-Test ist eine Referenzmethode zur Bewertung der Fähigkeit eines Inhaltsstoffs oder Kosmetikprodukts, DNA-Schäden zu verursachen, einem wesentlichen Indikator für das genotoxische Risiko. In einer streng kontrollierten Umgebung werden im Labor gezüchtete Zellen dem Produkt ausgesetzt. Getestet unter Bedingungen, die eine realistische Exposition nachbilden.
Der COMET-Test (oder Einzelzell-Gelelektrophorese) ist eine von der OECD (TG 489) anerkannte Referenzmethode zur Messung von DNA-Schäden, die durch einen Inhaltsstoff oder ein Kosmetikprodukt verursacht werden. In einer LaborumgebungUnter streng kontrollierten Bedingungen werden kultivierte menschliche oder tierische Zellen der zu testenden Substanz in realistischen Konzentrationen ausgesetzt. Verursacht die Verbindung DNA-Brüche oder -Veränderungen, fragmentieren diese Schäden das genetische Material.
Wenn die DNA beschädigt wird, fragmentiert sie. Während der Elektrophorese wandern diese Fragmente aus dem Zellkern heraus und bilden eine charakteristische Struktur, die als «Komet» bezeichnet wird: Der zentrale Teil stellt den Kopf dar (intakte DNA), während die beschädigten Fragmente den Schweif bilden. Die Länge, Intensität und Ausdehnung dieses Schweifs werden genau gemessen, um das Ausmaß der Schädigung der Zellen zu bewerten.
Dieser äußerst empfindliche Test ermöglicht es, sehr geringe genetische Veränderungen nachzuweisen, die mit anderen Methoden manchmal nicht sichtbar sind. Er ist ein unverzichtbares Instrument zur Überprüfung der toxikologischen Sicherheit von Rohstoffen, natürlichen Wirkstoffen und innovativen Formulierungen für den Schweizer und europäischen Markt, wo strenge gesetzliche Anforderungen an die Genotoxizität gelten.
Der COMET-Test ist derzeit das empfindlichste und anerkannteste Instrument, um die Genotoxizität eines Inhaltsstoffs oder einer kosmetischen Formulierung nachzuweisen. Durch die Kombination seiner hohen analytischen Auflösung mit der strikten Einhaltung der schweizerischen, europäischen und britischen Anforderungen ermöglicht er den Herstellern, ihre Produkte sicherer zu machen, die Erteilung der Notifikationsnummer zu beschleunigen und das Vertrauen der Verbraucher zu gewinnen, die auf die genetische Sicherheit ihrer Pflegeprodukte achten.
Technisches Prinzip
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Beschichtung der Zellen – Nach der Belichtung werden die Zellen in ein Agarose-Gel eingebettet.
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Lysat – Eine alkalische Lösung denaturiert die Membranen und setzt die DNA frei.
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Elektrophorese – Unter dem Einfluss eines elektrischen Feldes wandern die DNA-Fragmente aus dem Zellkern heraus.
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Entstehung des «Kometen» – Intakte DNA bildet die Kopf, während die Fragmente wandern und eine Schwanz.
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Analyse – Länge, Intensität und Kopf-Schwanz-Verhältnis werden mithilfe von Bildgebungssoftware quantifiziert. Diese Parameter (Schwanzgröße, % DNA im Schwanz, Schadensindex) liefern ein genaues Maß für den genotoxisches Potenzial.
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Außergewöhnliche Empfindlichkeit : Es erkennt sehr geringe genetische Schäden, die mit anderen Methoden oft nicht sichtbar sind (z. B. Mikronukleus).
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Breite Anwendbarkeit : geeignet für Rohstoffe, natürliche Wirkstoffe, biotechnologische Extrakte und Endformulierungen.
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Einhaltung gesetzlicher Vorschriften : Die Schweizer Behörden (OCos/OSAV) und die europäischen Behörden (Verordnung (EG) Nr. 1223/2009) verlangen eine Bewertung der Genotoxizität für Inhaltsstoffe, die für eine längere Anwendung auf der Haut oder in der Nähe der Schleimhäute bestimmt sind.
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Integration in DIP/PIF : Die Ergebnisse werden direkt in das Produktinformationsblatt (DIP) oder das Produktinformationsdatei (PIF), wodurch die Glaubwürdigkeit des Zulassungsantrags gestärkt wird.
